Altersvorsorge mit Kapitallebensversicherung
Kapitallebensversicherung als Altersvorsorge
Wenn es um das Thema private Altersvorsorge geht, dann denken sehr viele Verbraucher sicherlich zunächst an eine Kapitallebensversicherung,
die bereits seit sehr vielen Jahren von Millionen Bürgern als eine mögliche Form der privaten Altersvorsorge genutzt wird. Allerdings hat die Lebensversicherung in den letzten Jahren gleich aus zwei Gründen zum Teil deutlich an Attraktivität verloren, wenn es im den Aufbau einer privaten Altersvorsorge geht. Für alle Kapitallebensversicherungen, die ab dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurden gilt nämlich, dass die Erträge nur noch zur Hälfte steuerfrei sind. Diese halbe Steuerfreiheit existiert jedoch nur dann, wenn die Laufzeit der Versicherung mindestens 12 Jahre beträgt und keine Auszahlung erfolgt, bevor der Versicherte das 60. Lebensjahr vollendet hat. Andernfalls sind die vollen Erträge zu versteuern. Nur bei Lebensversicherungen die vor 2005 abgeschlossen werden sind die Erträge weiterhin steuerfrei. Der zweite Nachteil der Kapitallebensversicherung besteht darin, dass dieses Produkt nicht „riesterfähig“ ist, weil man bei Fälligkeit ein Kapitalwahlrecht hat. Möchte man also die Zulagen der Riester Rente nutzen, kann man diese Zulagen nicht in eine Kapitallebensversicherung einfließen lassen.
Trotz der beiden Nachteile wird die Kapitallebensversicherung nach wie vor sehr häufig zur Altersvorsorge genutzt und kann in nicht wenigen Fällen ein sinnvolles Produkt sein. Das ist vor allem deshalb der Fall, weil es sich bei der Kapitallebensversicherung zum einen um eine Sparplan und zum anderen um eine Risikolebensversicherung handelt, und somit die Angehörigen des Versicherten in dessen Todesfall finanziell abgesichert werden können. Bezüglich der Rendite liegt die Kapitallebensversicherung im „Mittelfeld“, wenn man sie mit anderen Produkten aus dem Bereich Sparplan und Altersvorsorge vergleicht.
Tipp: Altersvorsorge Vergleich
Die Rendite setzt sich zusammen aus eine garantierten Mindestzinssatz, der jedoch meistens nicht über zwei Prozent beträgt. Hinzu kommen dann allerdings noch die Überschussanteile, die jedoch in keiner Weise garantiert werden können. Insgesamt kommt man so auf eine durchschnittliche Rendite von jährlich 4-6 Prozent im Jahr.
Alternativ zur klassischen Kapitallebensversicherung kann man seit einigen Jahren auch die fondsgebundene Lebensversicherung nutzen. Die Versicherungsgesellschaft investiert hier in Fonds, meistens in Aktienfonds, was zum einen dazu führt, dass im Durchschnitt eine etwas höhere Rendite als bei der klassischen Variante erzielt werden kann. Zum anderen ist aber auch das Risiko des Sparers/Versicherten etwas höher, Teile seines investierten Kapitals zu verlieren oder nur eine sehr geringe Rendite zu erhalten. Besonders dann, wenn man die Riester Zulagen in die private Altersvorsorge mit einbinden möchte, empfiehlt sich als Alternative zur Kapitallebensversicherung der Abschluss einer privaten Rentenversicherung. Diese wird ebenfalls bereits sehr oft zum Aufbau einer privaten Rente genutzt.